Ohne Worte: Unsere besten Werber sprechen für sich
Ohne Worte: Unsere besten Werber sprechen für sich.
Dieser Youtube-Screenshot sagt sehr viel über den Clash von klassischer Werbung und Web 2.0 aus. Und das auf zwei Ebenen:
Zuerst die schlechte technische Umsetzung. Woher soll eine Werbeagentur auch wissen, dass über Videos in YouTube-Displaywerbung ein "Click for Sound" gelegt wird? Dass damit die Hook-line des Videos nicht erkennbar ist, da man den Text durch den Button nicht mehr lesen kann. Oh. Ein Problem zwischen Mediaplanung und Kreativabteilung? Spielt eh keine Rolle, denn Displaywerbung auf YouTube ist ätzend. Punkt.
Und da sind wir beim mangelnden Engagement auf YouTube. Ich sehe da nicht nur Werbung. Ich sehe die manifestierte Ignoranz und Arroganz einer ausglühenden Industrie.
Ignorant, da YouTube eine Community ist. Mit echtem Engagement lohnt sich jeder investierte Euro auch noch in Monaten. Und es gibt endlich ein Best Practice Beispiel aus Deutschland. Doch das Leben ist kein Ponyhof. Es werden Euros verbrannt. Sklaven der Reichweite. Wie die Lemminge. Immer fleißig an der Zielgruppe vorbei. Hoffentlich bringt es wenigstens den Werbern Spaß. Sonst wäre es ja völlig sinnlos.
Arrogant, weil den Nutzern solche Videos am Arsch vorbei gehen. Schlechte Videos finde ich auf YouTube genug. Um die zu finden, da muss ich nur nach "Social Media" suchen. Das Web ist ein Service Medium, das hat Paul Ford (hier http://www.ftrain.com/wwic.html) schon vor Monaten richtig summiert. Egal ob Kleinunternehmer oder Großkonzern: Polierte Hochglanzsurrogate als Bewegtbild braucht da keiner.
