Passwort Anleitung: Einprägsames und sicheres Passwort erstellen

Teil Zwei

Dies ist eine Serie über die Erstellung von Passwörtern. Im ersten Teil der Anleitung ging es um die Vorbereitung und welche Wörter für nicht für Passwörter genutzt werden sollten. In diesem zweiten Teil lernen Sie, wie Sie ein sicheres und einprägsames Passwort erstellen. Im dritten Teil geht darum, die Passwörter zu organisieren und ich gebe noch ein paar Tipps.

Die folgende Anleitung stelle ich der Öffentlichkeit zur Verfügung. Keine Methode für die Erstellung eines Passworts bietet endgültigen Schutz vor Missbrauch. Ich übernehme daher keine Garantie oder Gewährleistung für die Sicherheit der durch diese Anleitung entstandenen Passwörter.

Passwörter sind technisch

Passwörter sind ein Kind der IT. Sie sind notwendig, um Informationstechnologie sicher zu machen. Viele Anleitungen zur Erstellung von sicheren Passworten stammen daher von Technikern. Sie wissen genau, wie ein Passwort sicher gemacht werden kann und welche Passwörter gehackt werden.

Viele Anleitungen für die Erstellung von sicheren Passwörtern enthalten daher die folgende Empfehlungen: Schreiben Sie Wörter absichtlich falsch. Streuen Sie Ziffern, Sonderzeichen und Großbuchstaben ein. Verwenden Sie bei mehreren Passwörtern ein unvorhersehbares Schema.

Technische Passwörter sind schwer zu merken

So entstehen technische Passwörter, wie sie auch von Passwort-Generatoren erzeugt werden. Sie erzeugen Sicherheit durch die Verwendung verschiedener Zeichen, die in Wörtern der realen Welt nicht genutzt werden: “d,so&e47″. Die Länge des Passworts aus historischen Gründen auf 5 oder 8 Zeichen begrenzt.

Für einen normalen Nutzer ist das eine Herausforderung. Sie können sich so ein Passwort nur schlecht merken. Zudem führen die vielen Sonderzeichen zu Fehleingaben. Für die Organisation mehrere solcher Passwörter ist eine Liste notwendig, die wiederum ein Risiko darstellt.

Muss das so kompliziert sein? Nein. In vielen modernen Systemen ist die Länge des Passworts nicht auf acht Zeichen begrenzt. Ein deutlich längeres Passwort kann die benötigte Sicherheit herstellen, ohne dass kryptische Inhalte mit Satz- und Sonderzeichen genutzt werden.

So erstellen Sie ein einprägsames und sicheres Passwort

Je länger das Passwort, desto schwerer wird es, das Passwort zu knacken. Die Regeln zur Vermeidung unsicherer Passwörter müssen Sie natürlich weiter beachten! Der Trick: Das neue Passwort erzählt eine Geschichte. Mit dieser Eselsbrücke können Sie sich auch mehrere Passwörter gut merken.

Und so erstellen Sie ein einprägsames und sicheres Passwort:

  1. Stellen Sie sich zwei Situationen aus Ihrem Alltag vor, die nichts miteinander zu tun haben. Erstes Beispiel: Der Postbote bringt die Post. Zweites Beispiel: Die Katze schläft auf dem Sofa.
  2. Wählen Sie ein Substantiv aus jedem Satz. Beispiel: “post sofa”
  3. Nehmen Sie das erste Beispiel (Postbote bringt die Post) und denken Sie an eine Tätigkeit oder Handlung in diesem Zusammenhang. Etwa, dass Sie dem Postboten “Hallo” sagen.
    Setzen Sie das Wort vor das erste Substantiv: “hallo post sofa”
  4. Nehmen Sie das zweite Beispiel (Die Katze schläft auf dem Sofa) und denken Sie an eine Tätigkeit oder Handlung in diesem Zusammenhang. Etwa, dass Sie die Katze “streicheln”.
    Setzen Sie das Wort hinter das zweite Substantiv: “hallo post sofa streicheln”
  5. Ihr Passwort ist “hallo post sofa streicheln”
  6. Notieren Sie sich einen Merksatz, in dem Sie die Beispiele verknüpfen. Achten Sie darauf, dass der Merksatz möglichst nur ein oder zwei Wörter des Passworts enthält : “Nachdem der Postbote da war, schmuse ich mit der Katze auf dem Sofa”

Bitte beachten Sie: Verwenden Sie nicht das im Beispiel erzeugte Passwort! Es dient nur zur Erklärung der Methode!

Sie möchten keinen Merksatz verwenden? Dann malen Sie den Merksatz als Bild. Auf Ihre künstlerischen Fähigkeiten kommt es nicht an. Vielleicht wundern sich Ihre Kollegen darüber, dass Sie selbstgemaltes Bild mit einem Postboten und einer Katze aufhängen. Aber sie werden Ihr Passwort nie erraten.

Weiter geht es im dritten Teil der Anleitung: Passwörter organisieren und weitere Tipps!

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