Zeitungen konnte man wegschmeissen

Bei den Aufständen im Iran, den Enthüllungen von Wikileaks und der Revolution in Tunesien waren sie Präsent. Twitter, Facebook und Youtube. Berichtete die Deutsche Presse zuvor nur selten und negativ über die neuen Medien, übertreffen sich TV, Radio und Zeitungen nun mit Entdeckungen.

Das kommt einem schon fast unheimlich vor. Es schwemmt eine neue Nutzergeneration an. Und mit dem Nebel nehmen auch die sinnlosen Tweets, Follower und Statusnachrichten zu. Für sie ist Social Media kein LSD. Kein Hobbykeller. Keine Selbsterfahrungsgruppe.

Der Deutsche scheint Social Media als billiges Sendegerät zu empfinden. Bei dem auf der anderen Seite zahlungswillige Kunden automatisch ihr Portemonnaie zücken. Sie brauchen nur einen Abfluss für ihren Sondermüll. Den sie hier entsorgen. Klassische Medien hätten das nicht mal gegen Geld veröffentlicht.

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