Wahrheit. Die Realität schlägt zurück

Noch bestimmt das Marketing über die Wahrheit einer Marke. Optimierte Produktabbildungen. Retuschierte Haaransätze, Busen, Bauchdecken und Cellulitis. Eingekaufte Kundenmeinungen und Marktstudien. Alles für das künstliche Image.

Die Nutzer des Web 2.0 ändern das gerade. Verlage, Agenturen, Journalisten und Kreative debattieren noch darüber, wie sie mit dem Bürgerjournalismus umgehen sollen. Etablierte Aktivisten nutzen das Web 2.0 schon länger für Ihre Zwecke.

Derweil nutzt das Volk einfache Technologien und Services um ihre Meinung auf die Bildschirme zu bringen. Täglich wächst die Zahl der virtuellen Attentäter, welche die Spielregeln der Öffentlichkeitsarbeit nicht kennen. Die sie auch nicht interessieren. Es braucht nur ein Feindbild.

Besonders die bekannten internationalen Marken stehen bei ihnen hoch im Kurs. Es gilt, das über-perfekte Image zu zerstören. Konsumenten filmen zurück und dokumentieren die Realität. Mit geringem Aufwand zeigen sie die Wirklichkeit. Und die Eigner lassen sich aus Angst um das Image sogar erpressen.

Willkommen in der Realität. Wie zum Beispiel Dominos Pizza. Die machen jetzt Werbung damit, dass sie Ihre Produktabbildungen nicht mehr optimieren. Das zeigen Sie im Fernsehen und auf  Youtube. Sie fordern sogar Kunden auf, ihre Pizzen zu fotografieren und zeigen die Bilder öffentlich.

Bei Domino’s handelt es sich nur um eine zeitlich begrenzte Kampagne und die Erfolge lassen auf sich warten. Doch das Beispiel zeigt den Trend zur Authentizität einer Marke. Selbst wenn die Pizzen von Domino’s nicht so toll aussehen: Auch die Wettbewerber müssen erfüllen, was sie versprechen.

Bild: Virtual Pontiac Solstice GXP Purple Mod for Charity by atomicbombast