Das Verschweigen die Lämmer

Du bist am Ende. Das Echo der Zerstörung hallt durch den Schacht. Reflektionen einer vergangenen Zeit. Der Staub legt sich. Auf unbestimmte Zeit. Es gibt keinen Tag und keine Nacht. Du hast das Gefühl für Zeit verloren. Es gibt kein Schwarz und kein Weiß. Du bist alle Schattierungen von Grau. Und damit nichts.

Du fühlst den Boden. Die Kälte versteift deine Glieder. Ein Bett. Aus bequemen Lügen, verlorenen Hoffnungen, vertrauten Ängsten. Die Trümmer deiner Selbstständigkeit decken dich ein. Ein Sargdeckel aus Blei. Lebendig begraben. Du hast denn Sinn vergessen. Der letzte Atem. Der Erfolg anderer wird zum Schlachthof deiner Existenz.

Die Welt ist in Cellophanfolie verpackt. Damit sie länger frisch bleibt. Es riecht neu. Fleisch kommt rein. Opfer oder Täter? Durchreichen. Hier sind alle Schuldig, das Blut muss fließen. Du wirst seziert, zerteilt, in Portionen geschnitten. Verwertet. Zurück in diese Welt gestoßen. Bewertet.

Du bist, wo Menschen schweigen. Den Blick von dir abwenden. Du hast die Grenze durchschritten.

Rede darüber.

Bild: Reflections in B/W by Patrick Goossens